Jahrgangsgeschichten

  • Weingut Wittmann: Der Jahrgang 2017 14. Juni 2018 - März 2018 Das Ergebnis vorneweg: Es ist die kleinste Ernte in der jüngeren Geschichte unseres Weinguts, gleichzeitig aber durften wir einen Jahrgang einlagern, der sehr vielversprechend ist und den phantastischen Jahrgängen 2015 und 2016 in nichts nachstehen wird. Doch wie kam es dazu? In den ersten Monaten des Jahres war es sehr trocken, nach einem winterlichen Januar stiegen die Temperaturen bereits im Februar und März schon überdurchschnittlich an. Auch der April startete durch, so dass der Austrieb der Reben etwa 2 Wochen vor dem langjährigen Mittel begann. Zu früh, denn ab 20. April kam die Kälte zurück. In den Frostnächten …
  • Weingut Hahnmühle: Rückblick auf ein turbulentes Weinjahr 2017 10. November 2017 - Das gab es bei uns noch nie: Leseabschluss am 6. Oktober! In der Geschichte unseres Weingutes konnten wir bislang keinen derart frühen Leseschluss verzeichnen. Noch vor 15-20 Jahren war es üblich, dass sich die Riesling-Lese bis in den November hineinzog. Die Temperaturen waren kühl und somit die Gefahr sich schnell ausbreitender Traubenfäulnis gering. Das waren noch entspannte Weinlesen. Doch die Zeiten ändern sich. Die globale Klimaerwärmung lässt grüßen... Schon in der ersten Aprilhälfte, etwa drei Wochen früher als dies normalerweise der Fall ist, öffneten sich die ersten Triebspitzen. Dieser frühe Austrieb stellt auch immer eine Gefahr für die Reben dar. …
  • Domaine Marc Kreydenweiss: Der Jahrgang 2016 01. Juni 2017 - Im Elsass ein Jahr mit extremen Bedingungen: nach 6 Monaten Regen ... 6 Monate Trockenheit. Mit anderen Worten, das Erntejahr war anstrengend. Die anhaltende ausgeprägte Bedrohung durch Mehltau hielt uns unablässig im Alarmzustand. Ein Problem folgte dem anderen. Der Regen wurde ab Juli durch ausgeprägte Trockenheit abgelöst. Unsere Anstrengungen wurden während der Ernte belohnt. Prächtige Trauben, ordentliche Erträge außer im Clos Rebberg (15 hl/ha) und im Mönchberg Grand Cru (25 hl/ha), wo der Pilz stärker war als wir. Die Weinernte lief wie gewohnt ruhig und umsichtig ab. Wir haben während der Ernte von günstigen Wetterbedingungen profitiert und gewartet bis die …
  • Herbstbericht 2016 vom Weingut Peter Jakob Kühn 01. Februar 2017 - Klein, aber außergewöhnlich ausdrucksvoll. Peter Bernhard: Die Trauben, die die feuchte Witterung um die Rebblüte überstanden, sind zu wunderschönen Trauben herangereift. Ab Anfang August bescherte uns Mutter Natur einen sonnigen, trockenen Spät- und Altweibersommer - Bedingungen, wie wir sie uns für die Traubenreife nicht schöner wünschen konnten. Aromatik und Intensität konzentrierte sich in den verbliebenen Trauben. Es zeigt sich einmal mehr, daß ein zutreffendes Urteil erst gefällt werden kann, wenn der Most im Keller ist. Peter Jakob: Der Witterungsverlauf des vergangenen Jahres war beispiellos. Ich habe noch nie eine vergleichbar schwierige Pflanzenschutzsaison erlebt. Zum Zeitpunkt der Rebblüte fiel fast jeden …
  • Weingut Wittmann: Der Jahrgang 2016 01. Februar 2017 - Das Jahr 2016 wird uns Winzern als ein Jahr der Extreme in Erinnerung bleiben: Nach einem sehr milden Winter wurde der Vegetationsbeginn durch einen kühlen März und April noch einmal gebremst. Nach dem Austrieb der Reben Ende April kam es zu einem Kaltlufteinbruch. Wir hatten großes Glück, dass unsere Reben im Gegensatz zu anderen Regionen keine Spätfrostschäden davon getragen haben. Im Mai und Juni lagen die Temperaturen im durchschnittlichen Mittel der Jahre. Die Niederschläge jedoch nahmen zum Teil fast apokalyptische Ausmaße an. Es gab bei uns alleine im Mai mehr als das Doppelte der für die Jahreszeit üblichen Regenmengen. Die …
  • Alois Lageder: Das Jahr 2016 01. Februar 2017 - "Noch nie konnten wir den Trauben so viel Zeit bei der Ernte lassen, mit Ruhe den richtigen Erntezeitpunkt wählen und derart mit den einzelnen Sorten und Lagen spielen wie im Jahr 2016. Das Ergebnis sind gut ausbalancierte, frische und leichte, aber trotzdem reife Wein mit sehr prägnanten Aromen und einer unglaublichen Lebendigkeit." Mit diesem Zitat charakterisierte Alois Clemens Lageder eine der spannendsten und schönsten Weinlesen seit Jahrzehnten. Während in einigen Weinregionen Europas extreme Witterungseinflüsse für große Ernteausfälle sorgten, blieb Südtirol größtenteils Gott sei Dank von Spätfrost und Hagel verschont. Gleich wie in den nördlichen Weinbauregionen Europas hatten wir in Südtirol …
  • Weingut Clemens Busch: Der Jahrgang 2015 10. August 2016 - Pünderich, 10. August 2016 Der Jahrgang 2015 wurde schon gleich nach der Ernte hochgelobt und verglichen mit einer Reihe herausragender Jahrgänge, deren Jahreszahl mit einer fünf enden. Angefangen mit dem legendären 1975er bis hin zum 2005er brachten diese Jahre oft besondere Qualitäten hervor... Nachdem unsere frucht- und edelsüßen Rieslinge schon seit einigen Wochen im Verkauf sind, werden nun auch die trockenen Weine in Flaschen gefüllt. Warum die späte Füllung? Das lange Hefelager im Fass ist uns extrem wichtig. Hierbei entwickeln sich deutlich komplexere Aromen und die Weine gewinnen an Stabilität. Die wilden Hefen sind zudem nicht so gärstark und benötigen …
  • Weingut Marc Kreydenweiss: 2015 /2016 20. Mai 2016 - Andlau, 20. Mai 2016 Das Jahr 2015 war besonders geprägt durch zwei Monate ohne Regen. Unsere jungen Reben haben sehr unter dem Wasserdefizit gelitten, obwohl wir auch viel bewässert haben. Wir haben ca. 2/3 der neu gepflanzten Reben am Kastelberg verloren. Wenigstens hatten wir Mitte August noch ein wenig Regen, so daß unsere Weine doch noch sehr schnell zur Reife gewachsen sind. Als erstes haben wir unseren Cremant geerntet. Ein fruchtiger und ein neuer Cremant. Beide stammen von der Lage Clos Rebberg (Terroir = Schiefer). Nach dem Jahr 2014, welches ein sehr kompliziertes während der Lese war, ist das Jahr …
  • Weingut Wittmann: Der Jahrgang 2015 07. März 2016 - Westhofen, 7. März 2016 Im Jahr 2015 starteten wir mit einem nassen, aber nicht übermäßig kalten Winter. Der Austrieb der Reben erfolgte Ende April. Bereits im Mai gab es die ersten warmen Tage und die Vegetation entwickelte sich zügig, sodass Ende Mai schon die Rebblüte in den frühen Lagen begann. Aufgrund des extrem heißen und trockenen Sommers mit Rekordtemepraturen von bis zu 39° Celsius in Rheinhessen sorgten wir uns um den Wasserhaushalt der Reben, obwohl unsere schweren, tonigen Mergelböden die Vorräte des Winters hervorragend speichern konnten. Der Bilderbuch-Sommer verabschiedete sich zum 1. September. Es folgten nun zwei Monate, die im …
  • Weingut Clemens Busch: ein sehr erfolgreiches Jahr 2015 01. März 2016 - Der Sommer verlief im Weinberg relativ ruhig, die Trockenheit schützte die Reben vor Pilzerkrankungen. Die Pflanzen selbst hatten keine Probleme damit, bis in den späten August sahen sie noch vital und gesund aus. Sorgen machten uns einige Regenfälle im September, doch zum Glück stabilisierte sich das Wetter wieder, und die Trauben konnten mit sehr guten Qualitäten geerntet werden. In den vergangenen Jahren haben wir viel Arbeit in die neu dazu genommenen Weinberge investiert. Inzwischen befinden sie sich in einem sehr guten Zustand. Einige Parzellen mit zu üppig wachsenden Reben wurden neu angelegt, neue Drahtrahmen und Stickel wurden gestellt, Mauern repariert …
  • Nachrichten vom Weingut Hahnmühle 11. November 2015 - Hahnmühle, den 11. November 2015 Ein Traumjahrgang reift im Keller! Nach einem recht milden und regenreichen Winter, einem "frostfreien" Austrieb der Reben und einer frühen Blüte war schon die erste Hürde für den neuen Jahrgang genommen. Es folgte eine auch für unser regenarmes Tal außergewöhnlich lange Trockenphase von acht Wochen. Die Temperaturspitzenwerte kletterten auf 40° C. Ganz erstaunlich, wie die Rebstöcke diese Stress-Situation wegsteckten. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass wir in unseren seit Jahrzehnten ökologisch bewirtschafteten Weinbergen das Wasserspeichervermögen durch kontinuierlichen Humusaufbau erhöht haben. Der lang ersehnte Regen kam dann Ende August, wohldosiert und noch rechtzeitig zur Ausreifung der …
  • Herbstbericht vom Weingut Peter Jakob Kühn – Der Moment der Weinlese 05. November 2015 - Oestrich, den 5. November 2015 Was waren die großen Entscheidungen in diesem Jahr? Welche Strategie wurde gewählt? Im Sommer galt es, angesichts der großen Hitze, weitere Impulse zur Reifeentwicklung zu vermeiden. Zusätzlich setzten wir immer wieder Brennesseltee zur Beruhigung der Wachs- und Reifeprozesse ein. Zu Beginn der Weinlese fragten wir uns, ob der fehlende Regen des Sommers im Herbst kommen würde - aber wir hatten Glück. Das Wetter blieb stabil, die Nächte wurden kühl und ein steter Wind sorgte für sonnig klare Tage ohne Nebel. Ein Regentag Ende September infizierte die Trauben mit dem edlen Botrytis-Pilz. Besser ging es nicht...Die …
  • Weingut Clemens Busch: Bericht zum Jahrgang 2014 29. Juli 2015 - Trotz Wetterkapriolen erwartet uns ein guter Jahrgang - Pünderich, 29. Juli 2015 Das Frühjahr 2014 begann warm und trocken, Frost folgte um Ostern, im Sommer dann immer wieder Gewitter und Starkregen. Dennoch standen die Zeichen bis Mitte September sehr gut. Ernsthafte Probleme brachten uns erst die heftigen Regengüsse in September und Oktober bei gleichzeitig ungewöhnlich hohen Temperaturen. Früher als erwartet mussten wir mit der Lese beginnen, etliche Trauben fielen der Fäulnis zum Opfer und konnten nicht mehr verwertet werden. Nur durch die tolle Leistung unserer Lesemannschaft konnten wir am Ende gute und saubere Moste in die Fässer bringen. Die Jungweine …
  • Nachricht zum Hagelsturm in den Weingärten im Kamptal, Kremstal und am Wagram 05. Mai 2015 - in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai 2015 "Katastrophe am Wagram. Dramatisch betroffen ist etwa der Wagramer Spitzenwinzer Karl Fritsch, (...) 24 von 26 ha Rebfläche sind bei Fritsch vernichtet! (...) "Wir haben seit Jahren keine normale Lese mehr gehabt, das geht voll an die Substanz", klagt ein betroffener Winzer: "Nach dem schwierigen Jahrgang 2014 war dieser Hagel sozusagen die Höchststrafe oben drauf!". In den Orten Etsdorf, Hadersdorf, Engabrunn, Feuersbrunn, Fels, Kirchberg und weiter bis Absdorf sind ganze Landstriche verwüstet. Auf den Rebstöcken ist kein Blatt mehr zu sehen, alles wie sandgestrahlt." www.vinaria.at/News
  • Nachrichten vom Weingut Christmann 01. April 2015 - Gimmeldingen, im April 2015 Schon wieder kam einiges anders als erwartet. Doch zunächst können wir sehr glücklich sein mit den Qualitäten, die wir auf die Flasche ziehen können. Geprägt von einer kühlen Mineralität, die mit bester Reife gepaart ist, zeigen sich auch die 2014er elegant, feinfruchtig und etwas runder in der Säure als der Vorjahrgang, doch deutlich prononcierter als 2012 oder 2011. Der Jahrgang reiht sich bestens ein in die Abfolge vorzüglicher Jahrgänge. Der Frühling ließ 2014 nicht lange auf sich warten. Schon Ende März, einen ganzen Monat früher als 2013 und immerhin noch zwei Wochen vor dem langjährigen Mittel, …
  • Nachrichten vom Weingut Wittmann 09. März 2015 - Westhofen, am 9. März 2015 Der Jahrgang 2014 - „Glück gehabt!“ Nach einem sehr warmen und trockenen März ergrünten die Reben in Westhofen sehr früh, bereits Anfang April. Danach folgte eine Zitterpartie: mehrere Einbrüche von Polarluft ließen uns Spätfrostschäden befürchten, doch es ging gut! Die weiterhin kalten Nächte im Mai verzögerten die Blattentwicklung erheblich. So kam es erst 50 Tage nach dem Austrieb in den ersten Junitagen zum Blütebeginn. Als wolle die Witterung die Verzögerung wieder gut machen, sprangen die Temperaturen in der ersten Junidekade über Pfingsten auf Spitzenwerte von 34°C. Die Folge war eine sehr schnelle und gleichmäßige Blüte …
  • Nachrichten vom Weingut Ökonomierat Rebholz 12. November 2014 - Siebeldingen, den 12. November 2014 "…In der ersten Jahreshälfte sorgte die ideale Witterung für einen so großen Vegetationsvorsprung, dass selbst der recht feuchte "Ferienmonat" Juli einen sehr frühen Lesebeginn Mitte September nicht mehr aufhalten konnte. Im Gegensatz zum Vorjahr konnten wir bei idealen Witterungsbedingungen vier Wochen lang ernten. Trotz der dramatisch kleinen Vorjahresernte hatten wir auch in diesem Jahr unsere Reben - und damit den Ertrag reduzierenden - Maßnahmen während der ganzen Vegetationsperiode keinerlei Kompromisse gemacht. Dies war die Voraussetzung, um in einem "Jahrgang für Könner" ganz großartige Weine mit sehr viel Entwicklungspotential erzeugen zu können…".
  • Nachrichten vom Weingut Hahnmühle 11. November 2014 - Hahnmühle, den 11. November 2014 "...die Ernteschlacht ist geschlagen! Eine Lesekampagne, die kaum Zeit zum Atemholen ließ, liegt hinter uns. Wie es dazu kam: Nach einem sehr warmen und trockenen Frühjahr trieben die Reben extrem früh aus. Danach folgte eine Zitterpartie, weil die Einbrüche von Polarluft auch die Gefahr von Spätfrostschäden mit sich brachten. Als wollte die Witterung diese Kälteperiode wieder gut machen, kletterten während der Rebblüte über Pfingsten die Temperaturen auf 34°C. Der Juli brachte den dreifachen Regen wie sonst üblich. Die gestressten Reben konnten wieder "auftanken" und zeigten sich im besten Zustand. Ein einigermaßen trockener Spätsommer hätte das …
  • Nachrichten vom Weingut Clemens Busch 01. November 2014 - Pünderich im November 2014 "Ungewöhnlich ruhig für diese Zeit geht es momentan in unserem Weingut zu. Normalerweise sind wir bis Mitte November mit der Weinlese beschäftigt. In diesem Jahr ist alles anders. Der Austrieb der Reben begann 2014 ungewöhnlich früh, und durch den warmen Frühsommer war die Weinblüte Ende Mai fast abgeschlossen. Dieser Entwicklungsvorsprung setzte sich bis in den August fort. Die erwartete Menge an Trauben war überdurchschnittlich, eigentlich sollte nichts mehr schief gehen. Doch Winzer sind aus gutem Grund vorsichtig mit zu frühen Prognosen. In diesem Jahr machte zu viel Regen im September, in Verbindung mit beständiger Wärme, den …
  • Nachrichten vom Weingut Peter Jakob Kühn 01. November 2014 - Oestrich im November 2014 "...2014 war wahrlich ein Jahr, das man in zwei Hälften geteilt sehen kann. Die erste Hälfte war zu warm, aber vor allem zu trocken. Und die zweite Jahreshälfte war sehr verregnet. Ein Niederschlagsdefizit von 85 mm von Anfang Juni wurde bis Mitte September zu einem Überschuss von 80 mm im langjährigen Vergleich. Verrückt. Im Juli und August fiel mehr als das Doppelte der normalen Monatssummen an Regen. Die Böden war voll mit Wasser. Um zu vermeiden, das all das Wasser von der Rebe in die Trauben transportiert würde, ließen wir unsere Begrünung lange hoch stehen, damit …
  • Nachrichten vom Weingut Alois Lageder 01. September 2014 - Ende September 2014 "Für uns Winzer war das heurige Witterungsjahr eines der unberechenbarsten seit langem. Nach den noch recht durchschnittlichen Frühlingsmonaten April, Mai und Juni waren die Sommermonate von viel zu kühlen Temperaturen und überdurchschnittlich häufigen Regenfällen geprägt. Wenn wir im Juli normalerweise mit 250 Sonnenstunden rechnen, so zeigte sich die Sonne heuer nur für 197 Stunden. Für unsere Trauben brachten diese ungewöhnlichen Konditionen eine starke Verlangsamung des Reifeprozesses mit sich, was wir allerdings als Vorteil ansehen. Mit der Lese der Trauben haben wir Anfang September begonnen. Durch die fehlenden Sonnenstunden und die hohe Luftfeuchtigkeit haben sich der Pilzdruck erhöht …