Weingut Herbert Zillinger / Weinviertel

Seit 2005 steht Carmen an Herberts Seite. Sie ist ausgebildete Logopädin und übte ihren Beruf bis 2016 noch mit Leidenschaft aus. Jetzt ist Carmen zu 100 % Zillinger, Herbert und sie führen das Weingut gemeinsam und ergänzen einander. Ihre Töchter Amelie und Rosemarie machen sie komplett. Was man uns nachsagt? Dass wir keine Kompromisse machen. Dass wir Weinunikate schaffen, Weine mit Profil, Struktur und »USP«, mit Wein-Alleinstellungsmerkmal sozusagen. Dass man in ihnen unsere Handschrift erkennt und den Boden, auf dem ihre Trauben wachsen. Dass wir unsere Weine nie auf ein aussichtsreiches Geschäft oder eine bessere Bewertung hintrimmen. Unsere Weine stehen für sich. Wenn sie so gefallen, wie sie sind, dann sind wir glücklich. Weniger ist mehr. Nur durch eine völlig puristische Arbeitsweise und viel Naturverständnis ist es möglich, Herkunft unverfälscht und ehrlich zu transportieren. Ruhig, stilsicher, kompromisslos. So sind wir, so sind auch unsere Weine. Größe des Weinguts in ha: 16 Ertragsbegrenzung: ca. 4000-5000 kg/ha Terroir: Löss, Lehm, Kalksandstein Rebsorten: Grüner Veltliner, Welschriesling, Chardonnay, Weißburgunder, Traminer, Sauvignon Blanc, Zweigelt Alter der Rebstöcke: 0-60 Jahre Weinlese: 100% händisch Weinbereitung: puristisch, völlig naturbelassen (mit Ausnahme von etwas SO2 wenn notwendig) Düngung/Versorgung der Böden und Pflanzen: biodynamische Bewirtschaftung, Kompostwirtschaft Pflanzenschutz: Biodyn Unkrautbekämpfung: Es gibt kein Unkraut. Biodyn   Weingut Herbert Zillinger Hauptstraße 17 A-2251 Ebenthal

Domaine Montirius

Verortet im südlichen Rhone-Tal, wurde unsere Domaine, mit Klassifikationen in den Appellationen Vacqueyras, Gigondas und Côtes du Rhône, bereits 1996 auf die biodynamische Bewirtschaftung umgestellt. Die seinerzeit 58 Hektar Weinberge gehen auf Erics Großväter zurück, die unter Erics Vater Max zusammengelegt wurden. Dazu addieren sich Flächen von Christines Eltern und einer alleinstehenden Tante.   Die Intension unserer täglichen Arbeit ist die immerwährende Suche nach der richtigen Balance, sowohl in den Weinbergen als auch im Keller. Unsere Philosophie ist: Einzigartige Terroirweine zu erhalten.   Größe des Weinguts in ha: 63 ha Jahresproduktion in Flaschen: ca. 210 000 Flaschen Ertragsbegrenzung: auf durchschnittlich 30 hl/ha Terroir: Heideboden, Sand und Sandstein, Mergel Rebsorten: Grenache Noir, Syrah, Mourvèdre, Grenache blanc, Roussanne, Clairette, Bourboulenc Alter der Rebstöcke: 50 -90 Jahre Weinlese: erfolgt vollständig von Hand Weinbereitung: Alterung in Zementtanks ohne Innenfutter für mindestens 2 Winter, dann in Flaschen. Natürliche einheimische Weinhefe (Spontanvergärung). 100% Eichenfrei (kein Holz). Weiß- und Roséweine im Stahltank. Düngung/Versorgung der Böden und Pflanzen: Bio-Dynamische Kultivierung seit 20 Jahren (1996) Pflanzenschutz: Kräutertee, Dynamisation (500, 501..), Kuhdung für den Boden Unkrautbekämpfung: mechanisch Adresse: Domaine Montirius, 1536, Route de Sainte-Edwige, 84260 Sarrians

Weingut Christmann: Der Jahrgang 2018

Ganz Europa hat einen außergewöhnlichen Sommer erlebt. Auch hier im Süden Deutschlands, war es wärmer als sonst, wenn auch nicht ganz so ungewöhnlich heiß und trocken wie im Norden Europas. Bis Mitte Juli hatten wir noch den Niederschlag des langjährigen Mittels, doch seit Anfang August machte sich die Trockenheit auch in der Pfalz bemerkbar.Am 27. August haben wir dann so früh wie noch nie angefangen zu ernten. Noch ein wenig früher als 2015 und 2017. Ein Rekordjahr nach dem anderen. Dennoch ist auch 2018 wieder anders als 2017. Die Mostgewichte sind hoch aber doch nicht so hoch, wie wir befürchtet haben. Auch die Säure war zum Glück deutlich höher, als anfangs angenommen.Während dieser Ernte haben wir hier viel über Bauchgefühl gesprochen. Wenn wir die Trauben probieren, dabei prüfen, ob sie geschmacksintensiv sind, ob die Säure reif aber präsent ist, ob die Spannung der Beeren nicht nachlässt, dann muss man zu einer Entscheidung kommen:  ist es am nächsten Tag soweit oder muss man noch warten?Insgesamt rückt für uns die Bedeutung des optimalen Lesetages zunehmend in den Vordergrund. Nichts ist so entscheidend für die Qualität eines großen Weines, wie der Zeitpunkt, zu dem die Trauben geerntet werden. Legt man den Erntetag zu früh fest, hat man unreife, grüne Aromen. Ist er zu spät, dann verliert der Wein aufgrund der Überreife wiederum Präzision und Frische, Salzigkeit und insgesamt den Geschmack des Weinbergs.Gerade in einem Jahr wie in diesem, kann der Zeitkorridor sehr eng sein. Um jüngere Stöcke zu entlasten und später bei optimaler Reife mit ausschließlich perfekten Trauben schnell zu sein, haben wir unsere Weinberge dieses Jahr intensiv vorgelesen. Wenn dann die Reife kommt geht es schnell. Innerhalb weniger Tage erreichen die Trauben ihre volle Reife und die Überreife steht schon vor der Tür. Deshalb gilt es dann sehr schnell zu sein. Etwas, das uns bei fast 100% Handlese nur mit einem großen Team von inzwischen mehr als 30 Lesehelfern gelingt.Man sieht auch, wie wichtig und positiv die biodynamische Bewirtschaftung für unsere Weinberge ist. Die Wurzeln gehen tief in die Erde, die Reben sind so weniger von Trockenheit geplagt und die Harmonie lässt auch in einem ertragsstärkeren Jahr nur ausgewogene Erträge zu, gerade so viel, wie die Rebe auch gut ernähren kann. So reiften unsere Trauben kontinuierlich auch an den heißen und trockenen Tagen weiter.In diesem Jahr gingen die Moste auch erstaunlich schnell in die Spontangärung und sie verläuft sehr zügig. Bis auf drei Nachzügler sind schon alle unserer Tanks durchgegoren. Was wir beim Probieren riechen und schmecken, gefällt uns schon sehr gut.  Deshalb können wir zufrieden sein und dankbar. Dankbar für die Unterstützung durch unsere Mitarbeiter und Lesehelfer, dankbar aber auch für eine in jeder Hinsicht zufriedenstellende Ernte.

Weingut Ökonomierat Rebholz: Der Jahrgang 2017

Für die Natur ist das Frühjahr immer ein Start in einen neuen Lebenszyklus. Auch für uns, die wir mit der Natur und von deren Früchten leben, bedeutet dies ein Neuanfang, der selbst nach vielen Jahren noch immer mit viel Emotion verbunden ist. Denn da ist nach wie vor ganz viel Neugierde auf das, was kommen wird. Kann man alle Vorhaben, alle Ideen und Vorstellungen in der kommenden Vegetationsperiode umsetzen, oder muss man weiter warten, bis ein anderes Jahr besser dafür geeignete Bedingungen bietet? Dabei wird uns auch immer wieder der Respekt und die Demut vor der Natur bewusst, ohne die man in unserem Beruf trotz Erfahrung, Können und wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht dauerhaft erfolgreich sein kann! Nachdem in den Weinbergen an den Rebstöcken neue Fruchtruten angeschnitten und angebunden, das überflüssige alte Holz entfernt und die Draht-Spalieranlagen hergerichtet sind, warten unsere Reben nach dem sehr langen Winterschlaf nun auf die kräftiger werdenden Sonnenstrahlen des Frühlings. Wenn nach dem Grau des Winters auch die Reben endlich ihr erstes Grün zeigen, beginnt auch wieder die Zeit, in der man in Frostnächten um sie fürchten muss. In den beiden letzten Jahren mussten wir hierdurch große Ertragsverluste hinnehmen. Dabei gibt es nicht mehr Spätfröste als früher, nur erwacht aufgrund der klimatischen Veränderungen die Pflanzenwelt inzwischen überall deutlich zeitiger als gewohnt, was die Frostgefahr spürbar eher beginnen lässt und damit in allen Weinregionen deutlich erhöht. Das Frühjahr bringt jedoch nicht nur die vagen Gedanken – die Neugierde, Chancen, Träume und Ängste für das kommende, ganz neu heranwachsende Weinjahr, sondern auch die konkrete Gewissheit, was man in der Periode davor erreicht hat! Man kann nun das Ergebnis des Vorjahres sehr gut einschätzen und bewerten, weil die ersten Weine in die Flaschen gefüllt werden. Man sieht und schmeckt, ob der ganze Aufwand und die teils mühevolle Arbeit, ob Konsequenz und Risiko der Entscheidungen des Vorjahres am Ende auch belohnt wurden.Die Rebenvegetation begann im Frühjahr 2017 so früh, dass Frühjahrsfröste Mitte April in den meisten Weinregionen zu sehr großen Ertragsverlusten führten – auch bei uns. Der Vegetationsvorsprung blieb aufgrund des sehr warmen und recht trockenen Wetters über das ganze Jahr hinweg erhalten. Deshalb begann unsere Weinlese schon Anfang September, so früh wie schon ganz lange nicht mehr. Am Ende konnten wir die Ernte exakt 4 Wochen früher als im Vorjahr 2016 erfolgreich abschließen. Obwohl die Trauben aufgrund der Wetterbedingungen hervorragend gesund waren, musste man sich bei der Lese gedulden und immer wieder abwarten. Die verschiedenen Rebsorten bildeten aufgrund der Frostschäden an den nachwachsenden Ersatztrieben ganz unterschiedlich viele oder wenige Trauben aus. Dies führte, wenn wenig Trauben nachwuchsen, zu sehr großen Verlusten und einer gleichmäßigen sehr frühen Traubenreife und Ernte. Bei Rebsorten mit mehr Trauben an den später gestarteten Rebtrieben war der Ertragsausfall dann zwar geringer, aber die Reife an „unbeschadeten“ und „nachgewachsenen“ so untergleichmäßig, dass man nach dem frühen Lesestart immer wieder warten musste, bis auch hier alle Trauben richtig reif waren. Diese unterschiedlichen Trauben prägen auch im Wesentlichen den Charakter des 2017er Jahrgangs: Obwohl es ein recht warmes und trockenes Jahr war, haben sich die Weine bei klarer Sortenart und Reife durch diese Bedingungen noch recht viel Kühle mit ihrer sehr feinen, ausgereiften, aber ungemein mineralischen präsenten Säure bewahrt. Somit und weil sie aufgrund der früheren Lese länger im Fass reifen konnten, zeigen sich die jungen Weine schon recht zugänglich, haben aber durch die feine Säurestruktur auch genügend Potenzial für eine längere Lagerung. Uns erinnert der Jahrgang etwas an 2009, 2012 und 2015, wo wir ebenfalls eine gelungene Harmonie von „kühlen und warmen“ Charaktereigenschaften finden.

Weingut Wittmann: Der Jahrgang 2017

März 2018 Das Ergebnis vorneweg: Es ist die kleinste Ernte in der jüngeren Geschichte unseres Weinguts, gleichzeitig aber durften wir einen Jahrgang einlagern, der sehr vielversprechend ist und den phantastischen Jahrgängen 2015 und 2016 in nichts nachstehen wird. Doch wie kam es dazu? In den ersten Monaten des Jahres war es sehr trocken, nach einem winterlichen Januar stiegen die Temperaturen bereits im Februar und März schon überdurchschnittlich an. Auch der April startete durch, so dass der Austrieb der Reben etwa 2 Wochen vor dem langjährigen Mittel begann. Zu früh, denn ab 20. April kam die Kälte zurück. In den Frostnächten vom 20. und 24. April wurde es krititsch für das junge Grün in den Weinbergen. Auf über 2 Hektar Fläche wehrten wir uns erfolgreich mit Hilfe von Frostkerzen im Weinberg. Es war ein großer Aufwand, optisch waren die Feuer in den Weinbergen wunderschön, aber die Sorge um Frostschäden stand natürlich im Mittelpunkt. Im Mai wurde es dann recht schnell wieder wärmer, das Wachstum schritt nun zügig voran und Mitte des Monats bis in den Juli waren Temperaturen über 30°C nicht selten. Herrliches Sommerwetter erfreute unser Weinbergsteam und auch die Reben. Die Rebblüte begann etwa 1 Woche vor der Norm und verlief in den vitalen Weinbergen sehr gut, da auch die Wasserversorgung der Böden dank der gewittrigen Niederschläge im Juni und Juli wieder nahezu optimal war. Auch im August war die Angst vor Unwettern mit Hagel präsent, wöchentliche Niederschläge versorgten die Weinberge und das sommerliche Wetter ließ die Trauben sehr früh in die Reife gehen. Am 25. August gab es dann leider wieder einen Dämpfer, ein Hagel Gewitter schädigte viele Weinberge im Westhofener Berg Richtung Gundersheim. „Glück im Unglück“ kam uns dann zur Hilfe; es stand ein trockener und warmer Herbst vor der Tür, der die Schäden nahezu komplett eintrocknen ließ und uns die Chance gab mit viel Selektionaarbeit im Weinberg, die reifen und gesunden Trauben von den geschädigten Teilen zu trennen. Der Aufwand war immens, die Erntemengen so klein wie nie zuvor, aber die Güte der Trauben motivierte uns ganz konsequent und akribisch Tag für Tag im Weinberg zu ernten. In den Lagen AULERDE und KIRCHSPIEL erfreuten wir uns an dem perfekten Zustand der Trauben, dort hatte der Hagel keinen Schaden angerichtet, im BRUNNENHÄUSCHEN und MORSTEIN gewannen wir den Kampf gegen die Natur und trotzten ihr goldgelbe, reife, fein selektionierte Trauben ab.

Weingut Peter Jakob Kühn / Neues vom Herbst 2017

Die Trauben sind gelesen und die jungen Moste liegen nun geborgen in ihrem neuen Zuhause in unserem Keller. Das ganze Weingut ist in diesen Tagen von den Aromen der Gärung umduftet und die Fässer und Tanks blubbern mit ihren Gärpfeifen die Melodie des neuen Jahrgangs. Tag für Tag entwickeln sich die jungen Persönlichkeiten in unserem Keller weiter, behutsam und doch voller Dynamik, fein definiert und pulsierend entfalten sie ihren Charakter. Wir sind wirklich sehr stolz und können es kaum erwarten im Frühling die ersten spannenden Weine zu verkosten. Aber es war kein leichter Weg bis  hierhin. Nach einem regelrechten Frühstart in die Vegetation wuren unsere Weinberge um den 20. April von sehr kalten, frostigen Nächten ausgebremst. Manche Augen waren schon zu weit ausgetrieben und haben diese Temperaturen leider nicht überwunden. Der Sommer war für das Wachstum der Reben weitestgehend sehr schön. Unsere Böden hatten genug Wasser, Leben, Wärme und Licht, sodass sich unsere Reben prächtig entwickeln konnten.Am 1. August wurde unsere Gemarkung dann von einem starken Sturm mit Hagel getroffen, der in kürzester Zeit viel Schaden angerichtet hat. Ein Moment wie ein Donnerschlag in der Nacht. Nur dank uneren tollen Lesemanschaft , die alle Ideen mitgetragen und umgesetzt hat,konnten wir diese Situation im Herbst meistern. Kalte Nächte und viele schöne, sonnige Tage Ende August und September bescherten uns ideale Bedingungen für eine behutsame Reifeentwicklung der gesunden Beeren und beste Voraussetzungen für intensive Aromabildung. 2017 ist ein Jahrgang, der mit unglaublich vielen Emotionen und Energie aufgeladen ist, der uns stolz und glücklich macht, auch wenn – oder gerade weil – der Weg so schwierig war.

Weingut Christmann: Der Jahrgang 2017

Die letzten Trauben sind geschnitten, die letzte Kelter ist angelaufen und der letzte Saft läuft in die Kelterwanne. Es ist ein unglaubliches Gefühl der Zufriedenheit, wenn die Arbeit eines Jahres eingefahren und den Widrigkeiten des Wetters entzogen ist.Wir können wirklich zufrieden sein. Höchstens Kleinigkeiten hätten wir anders gemacht. Alles in allem liegen durchweg perfekte Moste in unseren Fässern. Reif bis vollreif, voller Frucht und mit schöner Säure, höher als 2014, 2015 und 2016, niedriger als 2013 und 2010. Nur die Erträge waren manchmal doch ganz schön niedrig. Gerade in den letzten Tagen spürte man den Verdunstungseffekt der schönen warmen Sonnentage sehr deutlich, so dass die Mostgewichte in kurzer Zeit um 5-10° Oechsle stiegen und analog die Menge zurückging. Dies jedoch nicht um 10 % sondern um 30-40%. Von Beginn an aber waren die Fruchtansätze nicht so hoch wie in den Vorjahren. Dazu kam noch etwas Frost und so haben wir die kleinste Menge im Keller seit 2010.Jetzt können wir erst einmal durchatmen. Die Hefen müssen ihre Arbeit erledigen und den Zucker zu Alkohol wandeln. Nach und nach beginnen die Fässer zu arbeiten. Wenn die Gärung dann erst einmal begonnen hat, verläuft sie schneller als in den Vorjahren. Sicher hängt es damit zusammen, dass wir in den letzten Jahren gelernt haben, mit etwas trüberen Mosten und höheren Temperaturen bessere Bedingungen zu schaffen. So entsteht der Weinjahrgang 2017 ab jetzt im Keller in unserer Hand.