Helmut Christ / Franken

Weinbau gibt es in der Familie seit vielen Generationen. Das 1985 samt Rebflächen erworbene Weingut, die heutige Hofstelle, wurde 1716 erbaut. Es ist das stattlichste Weingut im Ort seit Jahrhunderten. Wir sahen es in den letzten Jahrzehnten auch als unsere Aufgabe dieses denkmalgeschützte Gebäude stil- und fachgerecht zu renovieren und mit neuem Leben zu füllen.

„Es reicht uns nicht, lediglich herkömmliche EU-Standards für die Bezeichnung BIO zu erfüllen. Unser Anliegen und unsere Aufgabe ist es aus Ehrfurcht vor der Natur und allem Lebendigen zu wirtschaften. Wir sind uns bewusst, dass wir nur ein kleiner Teil eines großen Ganzen sind und jeder für sein Denken und Handeln Verantwortung trägt, da wo er wirkt.“

Gut zu wissen:

Größe des Weinguts in ha: 13,5 ha – Jahresproduktion in Flaschen: 75.000

Ertragsbegrenzung: auf durchschnittlich 65 hl/ha

Boden: Sandiger Lehm, Muschelkalk, lehmiger Sand

Rebsorten: Silvaner (40%), Müller-Thurgau (20%), Spätburgunder (8%), Dormfelder (7%), Domina (6%), Kerner (4%), Bacchus und Riesling (je 3%)

Alter der Rebstöcke: 10 – 35 Jahre

Weinlese: Ausschließlich von Hand, um im Bedarfsfall in mehreren Durchgängen ernten zu können und, was extrem wichtig ist, Bodenverdichtungen zu vermeiden, welche durch schwere Erntemaschinen verursacht werden.

Weinbereitung: Bei Eignung Spontangärung ( notfalls Reinzuchthefe), weiterimpfen mit Spontangärhefen um schneller in Gärung zu kommen.
Hefelager bis ins neue Jahr, Rotwein ein halbes bis ein Jahr ins Barriquefass,
Rotwein im Holzfassausbau, Weißwein überwiegend in Edelstahl.

Düngung/Versorgung der Böden und Pflanzen: Seit 40 Jahren versuchen wir autark zu wirtschaften, d.h. Nährstoffe und Stickstoff über Begrünungspflanzen/Leguminosen bereitzustellen und damit zusätzlich das Bodenleben zu ernähren. Düngung heißt bei uns Versorgung der Bodenlebewesen mit Grünmasse. Daneben setzen wir unseren Tresterkompost, welcher mit den bio-dynamischen Kompostpräparaten beimpft wird, ein. Der Einsatz von Hornmist und Fladenpräparat ist selbstverständlich.

Pflanzenschutz: Gesundheit geht vom Boden aus ist unsere Maxime.
Die beschriebene Nährstoffversorgung ist die Basis für gesunde Reben, welche wir mit Hornkieselspritzungen weiter fördern. Daneben müssen wir bei ungünstigen Witterungsverhältnissen gegen Mehltaupilze auf geringe Dosis von Schwefel und Kupferpräparate zurückgreifen.
Tierische Schädlinge, von denen es eine ganze Reihe gibt, regulieren sich bei unserer Art des Weinbaus von selbst und stellen kein Problem dar.

Unkrautbekämpfung: Um die Wasserkonkurrenz nicht zu groß werden zu lassen, mähen, mulchen wir und brechen bei sehr trockenen Verhältnissen jede zweite Gasse um, meist auch den Unterstockbereich.
So stehen den Reben neben mehr Waser auch zusätzlich Nährstoffe zur Verfügung, welche zur Ausprägung ausdrucksstarker, saftiger Weine notwendig sind.

Bewertungen

„Die Weinqualität ist seit Jahren auf einem konstant guten Niveau ohne Durchhänger. Die Weine sind rebsortentypisch, klar und ausdrucksstark. Vor allem die Kabinette sind eine Stärke des Hauses.“ Gault Millau 2014

Auszeichnungen

2 von 5 möglichen Trauben – Gault Millau 2017

 

 

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