Peter Jakob Kühn / 2015 Spätburgunder Rotwein Qualitätswein trocken

16,90 

Ende der siebziger Jahre – kurz nachdem wir das Weingut von den Eltern übernommen hatten – haben wir den ersten Weinberg mit Spätburgunder-Reben bepflanzt.
Wir sind beide große Liebhaber des Pinot Noirs und waren überzeugt, dass es auch bei uns im Rheingau möglich ist, gute Rotweine zu erzeugen. Aus der Geschichte wissen wir, dass die Pinot Noir Rebe (ausgehend von den aus dem Burgund stammenden Mönchen von Kloster Eberbach) schon seit Jahrhunderten bei uns kultiviert wird.
In den folgenden Jahren haben wir auf höher gelegenen Flächen noch weitere Weinberge mit Spätburgunder bestockt. Die Reben stehen dort auf leichteren kiesigen Böden und das Klima ist etwas kühler und windiger als unten im Tal. Die Größe von nun fast 2 Hektar ist notwendig, um in den Weinbergen die rigorose Ertragsbeschränkung durchzuführen, ohne die gute Spätburgunder-Weine nicht entstehen können! Der Ertrag liegt im Durchschnitt bei etwa 25-30 Hektoliter je Hektar!
Dabei genügt es nicht, die Trauben kurz vor dem Beginn der Lese ein wenig „auszudünnen“. Ein Spätburgunder-Weinberg will das ganze Jahr über intensiv gepflegt und unterstützt werden, um optimale Qualität zu erreichen. Im Frühjahr werden die sogenannten „Doppelaugen“ ausgebrochen – das sind die Austriebsstellen, an denen die Natur zwei Fruchtruten ausbilden möchte. Während des Sommers belüften wir die Blattwand der Rebzeilen, indem per Hand in der Traubenzone einige Blätter herausgezupft werden – immer so maßvoll, dass noch genügend Blattmasse für die Ernährung der Trauben bestehen bleibt und der Wind dennoch gut zirkulieren kann. Im August, wenn die Trauben anfangen sich zu färben (sie sind bis zum Beginn der Reife grün!). werden die Trauben im oberen Drittel der Fruchtruten herausgeschnitten. Sie haben sich später als die Trauben im Stockzentrum gebildet und sind in ihrer Entwicklung weiter zurück. Sie sind zu diesem Zeitpunkt gut zu erkennen, da sie – anders als die reiferen Trauben – noch grün geblieben sind. Während der Lese von Hand wird dann noch einmal selektiert und nur vollreife gesunde Trauben ausgewählt. Diese vergären dann ganz traditionell in offener Maischegärung über einen Zeitraum von etwa 10-14 Tagen. Danach werden die Trauben schonend gepresst und in kleine Fässchen aus französischer Eiche gefüllt. Dort reifen sie etwa 12 Monate bis zur Abfüllung.
Er steht in gewissem Sinn noch am Anfang seiner Entwicklung. Sein Potential reicht für weitere 4 – 6 Jahre.
Analyse:
Oechslegrade: 93° Oechsle Alkohol: 13,5 %vol.
Süße: 0,1 g/l
Säure: 5,2 g/l
Allergene: Enthält Sulfite
Kategorie: , , , , Art.-Nr.: PJK-06